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Weißbüschelaffe oder -äffchen
(Callithrix jacchus)


Das Weißbüscheläffchen gehört zur Familie der Krallenaffen. Krallenaffen besiedeln die Baumwipfel der tropischen Wälder Süd- und Mittelamerikas. Dort leben sie in größeren Gruppen, die hierarchisch strukturiert sind.


Die Rangordnung wird mittels verschiedener Imponiergesten zur Schau gestellt. Dazu gehören das Klappen mit den Ohrbüscheln, Buckeln, Drohmimiken und das Markieren mit Duftmarken. Ebenfalls zu den Drohgebärden ranghöherer Tiere gehört das demonstrative Zeigen der Genitalien, indem der Schwanz aufgestellt wird. Eine Gebärde der Zuneigung ist das "grooming", also die gegenseitige Körperpflege.

 

 

Das Fell des Weißbüscheläffchens ist grau und weist dunklere Querstreifen auf. Der Kopf ist dunkelgrau, wobei das Gesicht um Augen und Maul nackt ist. Die großen Ohrmuscheln werden von langen weißen Haarbüscheln verdeckt, die dem Affen auch seinen Namen gaben. Die Gliedmaßen sind schlank mit langen, krallenbewehrten Fingern. Hand und Fußinnenflächen sind ebenfalls nackt.

Auf dem Speisenplan stehen verschiedene Früchte, Insekten, Würmer, Larven und Grillen. Weißbüscheläffchen sind als Zootiere sowie auch als possierliche Hausgenossen sehr beliebt.

 

Körpermaße

Kopfrumpflänge: 18,8 - 22,3 cm
Schwanzlänge: 29,5 - 34,9 cm
Gewicht: 300 - 360 g

 

Aussehen

Auffällig abstehende, weiße Ohrbüschel; weißer Stirnfleck bei meist dunkelbraunem Kopffell; graubraunes Rückenfell mit heller Querbänderung; besonders auffällige Querbänderung am Schwanz






Fortpflanzung und Lebenslauf

Schwangerschaftsdauer: 140 - 145 Tage
Zahl der Jungen je Geburt: 1 - 2, Drillingsgeburten in Menschenobhut häufig
Geburtsgewicht: ca. 30 g
Geschlechtsreife: mit 14 - 18 Monaten
Entwöhnung: nach 2 Monaten
Lebensdauer: über 10 Jahre

 

Nahrung

Viel Baumsäfte, Insekten, Spinnen, Früchte, Blüten, Nektar, auch kleine Echsen, Vogeleier, Nestlinge, Frösche